Morlyn

Das Wappen Morlyns

 

Die einst rein elfische Stadt liegt im Wald nördlich von Gwrimon, der zweitgrößten Stadt von Porzhia.
Heute leben hier nur noch ca. 20 % Elfen und dafür 80 % Menschen.
Die Wege zur Stadt und von der Stadt weg sind gut ausgebaut, zum Teil gepflastert und auch mit Fuhrwerken gut befahrbar.

Die Stadt ist aufgeteilt in einen westlichen, ebenerdigen Teil und einem östlichen, aufragenden Bereich.

Im westlichen findet man wunderschöne Gärten, die umgeben sind von kleinen Bächen, über die kleine Brücken ohne oder mit nur niedrigen Geländern führen. Außerdem einen runden Brunnen, der 100 Schritt Durchmesser misst. Der äußere Rand dieses Brunnens, der etwa 40 Schritt breit ist, ist nur etwa einen Fuß tief, der innere Teil, 20 Schritt im Durchmesser, hat eine Tiefe, die in die Unendlichkeit zu reichen scheint. Noch nie hat es jemand geschafft bis zum Boden zu tauchen. Und selbst das längste Tau misst nicht bis ganz unten. Von dort kommt auch das Trinkwasser, dem man nachsagt heilende Kräfte zu haben.

Der östliche Teil der Stadt wird auch der Elfenturm genannt. Er besteht aus einem riesigem, uralten Baum, der von den Elfen zu einer kleinen Stadt geformt wurde. Hier ist auch der Sitz des Magistrats und des Stadtrates untergebracht. Dieser besteht aus dem Magistrat selbst und 4 Ratsmitgliedern. Um den alten Baum stehen weitere Bäume, die zum Teil zu Heimstätten ausgebaut wurden und heute als Wohnungen dienen. Die Baumhäuser sind durch Treppen, Stege und Brücken miteinander verbunden. Daneben gibt es aber auch Steinhäuser jüngeren Datums, die dazwischen stehen und meistens als Eingänge für die Kellergeschossen dienen.

Die beiden Stadtteile sind verbunden durch eine wunderschöne Brücke, die die Elfen einst gebaut haben und die einen großen Graben zwischen den Stadtteilen überspannt.

Einst gab es in den Wäldern viele Ungetümer wie Trolle und Oger und von beginn an musste die Stadt geschützt werden. Früher war dies durch eine Holzpallisade gewährleistet, die jedoch bald festem Stein weichen sollte.

Umgeben ist die gesamte Stadt heute von einem sternförmigen Graben mit einer steinernen Mauer, diese versehen mit Zinnen und Türmen an jeder der fünf Sternspitzen. Man munkelt, daß mit den fünf Sternspitzen die vier Elemente und das Element der Magie geehrt werden sollen.

In und um die Stadt werden immer wieder Artefakte gefunden und es sollen hier mehrere starke Kraftlinien zusammen laufen, die sich Magier zu Nutze machen können. An Magie ist hier jedermann gewohnt, weil sie die Elfen schon immer praktizieren und auch menschliche Magier gerne in Morlyn leben.

Die Stadt ist wehrhaft und gleichzeitig schön. In der Stadt hat man eher das Gefühl in Mitten eines Waldes zu leben, denn in einer Stadt. Menschen und Elfen haben sich hier einander angepasst und ein jeder dieser Gemeinschaft würde sein Leben für die Stadt geben.

Morlyn hat kein stehendes Heer sondern nur Landsknechte im Reservedienst, die im Notfall zusammen gerufen werden. Eine eigene Büttel- und Wachmannschaft sorgt in Friedenszeiten für Sicherheit. Der Nachtwächter achtet auf den Sorgsamen Umgang mit Holz und Feuer und ist auch der Anführer der Feuerwache.

Fremde behandelt man hier mit Gastfreundschaft und Freundlichkeit.

 

 

Kleidung und Waffen

Die Kleidung die man in Morlyn antrifft ist mannigfaltig wie sonst nirgends. Von einfachen Leinenhosen und Hemden bis hin zu Roben tragenden Gelehrten findet man dort alles, was man sich nur vorstellen kann.

Es gibt keinerlei Vorschrift oder Gepflogenheiten die bestimmen, wer was zu welchen Zeitpunkt zu tragen hat. Was man jedoch sehr häufig antreffen wird, sind die unterschiedlichsten Behälter und Tragemöglichkeiten von Büchern und Folianten. Von Büchern, die in Leder gebunden sind und am Gürtel hängen, bis hin zu Holzgestellen die man auf dem Rücken trägt und in welche eine kleine Bibliothek passt. Vielen Bewohnern Morlyns fehlt oftmals die Zeit für ausreichend Körperpflege, da sie mehr Zeit mit Studien und Lesen verbringen, als mit sich selbst. Dafür findet man verschiedenste Düfte und Öle, die aufgetragen werden, um dem Gestank entgegen zu wirken. Ein fast schon sprichwörtliches Merkmal ist der sogenannte morlyner Tintenfinger. Sehr viele Bewohner der Magierstadt sind an der Tinte an ihren Fingern zu erkennen. Gerüchterweise soll es sogar Tavernen geben, welche nur für die Weisen und Gelehrten reserviert sind und in die man ohne den Tintenfinger nicht hinein kommt.

Die Waffen der Morlyner sind oftmals nicht unbedingt auf dem ersten Blick zu sehen. Doch auch hier ist es so, dass man alles mögliche und unmögliche finden kann. Ein vergifteter Dolch hier, ein Zauber dort.

 

 

Morlynmagierin
Eine junge Magierin vom Dohlenturm, im Lande Morlyn
 

 

 

Legenden von Morlyn
 

 


 
Der Zirkel des Schreckens
 
Schon lange gehen in Morlyn die Geschichten um, dass es einen magischen Zirkel geben soll, in welchem lauter üble Magiekundige ihr Unwesen treiben. Man erzählt sich von schrecklichen Ritualen, gar von Menschenopfern, und das alles nur um noch mehr Macht zu erlangen. Angeblich will dieser Zirkel mit Hilfe von infernalischen Verbündeten ins Reich der Magie eindringen und dort die Herrschaft an sich reißen. Häufig hört man diesen Mythos unter der einfacheren Bevölkerung und so mag es unter Umständen natürlich auch einfach nur die Furcht vor der Magie sein…
 
 
 
 
Der Rabenkönig
 
Unter den Magiegelehrten gibt es schon seit Urzeiten den Mythos des Rabenkönigs. Dieser soll dereinst auf der Welt wandeln und den Menschen dabei helfen, das Reich der Magie von den bösartigen Feen zu befreien. Angeblich soll der Rabenkönig ein Freund der Menschen sein, doch wie so oft wenn es um Magie geht, weiß man das erst dann sicher, wenn es geschehen ist. Warum es ausgerechnet ein Rabenkönig ist, sollte schnell erklärt sein, da doch der Rabe als das Wesen der Magie in Porzhia steht. Was genau der Rabenkönig sein wird, ist umstritten. Manch einer behauptet es wäre die Macht der Magie selbst, in einer Person gebannt. Andere erzählen, dass es ein mächtiger menschlicher Magier sein wird und wieder andere sind sich sicher, dass es ein Elfenmagus ist, da diese zuweilen ja auch die Gestalt von Tieren annehmen können. Was schlussendlich geschehen wird, bleibt abzuwarten…
 
 
 
Die Zhakri Pflanze
 
Im Umland Morlyns gibt es die sagenumwobene Zhakri Pflanze. Die Knospen der Pflanze wachsen direkt aus dem Erdboden und ähneln einem Tannenzapfen. In gewissen Abständen um die Mutterknospe wachsen kleinere Knospen und sie alle zusammen sind mit einem Netz verbunden, welches zuweilen oberirdisch, aber auch unterirdisch verläuft. Zieht man die Knospen aus dem Boden, so findet sich eine Öffnung zwischen den Wurzeln, aus welcher feiner, weißer Staub rieselt, welcher bei Einnahme die unterschiedlichsten Auswirkungen hervorruft. So soll es ein potentes Heilmittel sein, aber auch als Gift soll es genutzt werden können. Manch einer bekommt Halluzinationen und wieder andere können für kurze Zeit in die Zukunft blicken. Allen gemein ist jedoch, dass die Einnahme des Zauberpulvers süchtig machend ist und bereits nach ein paar wenigen geringen Dosen ist man aufs heftigste abhängig. Eine zusätzliche Gefahrenquelle ist die Beschaffung der Knospen. Die Pflanze scheint einigermaßen intelligent zu sein und wirft mit giftigen Blütenstaub oder gar Dornen nach allem, welche den Knospen zu Nahe kommen. Auch das Myzel ist berührungssensitiv und reagiert beim Näherkommen. Dies alles und die Tatsache, dass die Ewige Wache die Einnahme strengstens verbietet, macht eine Zhakriknospe wertvoller als so manchen Schatz…
 
 
 
 
Der Brunnen Morlyns
 
In der Mitte der Stadt Morlyn liegt der wunderschöne Stadtbrunnen. Viele Geschichten gibt es über ihn und keiner weiß so recht was wirklich und was erfunden ist. Ein Fakt ist jedoch, dass noch niemand je den Grund des Brunnens entdeckt hat. Die meisten Taucher kehren wieder zurück, da sie zu wenig Luft haben und selbst wenn man sich ein magisches Unterwasseratmen verschafft, wird die Wirkung dieser Gabe nach einigen Schritt Tiefe wieder aufgehoben. Manch einer tauchte jedoch so weit hinab, dass er nie wieder nach oben kam. Wenn die alten Mären stimmen, soll dort dereinst ein Zugangsportal gewesen sein, aus welchen ein Volk schrecklicher Albträume kam. Die Elfen und Menschen wollten den Feind zurück schlagen, doch es kamen immer mehr aus dem Portal. Mit Hilfe von mächtiger Magie brachten die Verteidiger das Portal zum Einsturz und an dieser Stelle entstand ein gewaltiger Krater, welcher sich alsbald mit Wasser füllte. Gerüchterweise soll das Wasser auch heilende Wirkung besitzen, jedoch ist das nicht immer der Fall…
 
 
 
Die Waldhexe Baraki
 
Gerade den Kindern in Morlyn ist diese Geschichte sehr gut bekannt. In den Wäldern um die alte Elfenstadt soll es eine alte Hexe namens Baraki geben. Diese sammelt Kinder, welche sich im Wald verlaufen und lockt sie mit verschiedensten Versprechungen immer tiefer ins Dickicht und nimmt sie dann gefangen. Was sie mit den Kindern anstellt wird ganz unterschiedlich berichtet und reicht davon, dass sie die Kinder als Sklaven hält, bis zu schrecklicheren Dinge wie zum Beispiel das häuten bei lebendigen Leibe, das Abschneiden von Fett aus welchem sie Flugpaste kocht und das Verstümmeln bis zur Unendlichkeit um ihre eigene Menagerie der Hässlichen zu vergrößern. Immer zum Vollmond reitet sie mit ihrem Hexenbesen durch die Lüfte und im Schlepptau hat sie all die verunstalteten Kinder, welcher nur noch von Hass und Schmerz angetrieben werden. Jeder der dann kein Schutzzeichen an seiner Haustür angebracht hat wird von der wilden Meute verschleppt…
 
 
 
Die Wilde Jagd der Geister
 
Schon seit etlichen Jahrhunderten gibt es den Mythos der Wilden Jagd der Geister und bereits das Volk der Elfen kennt die Erzählungen. Einmal im Jahr, zur Sommerzeit, erheben sich die Naturgeister des Großen Waldes und machen Jagd auf die Lebenden. Sie können in dieser Nacht stoffliche Gestalt annehmen und ihre Erscheinungen sind mannigfaltig, wie die Lebewesen des Waldes. Man erzählt sich von Mischwesen, halb Mensch, halb Tier. Auch sollen riesige Wölfe und Bären unter der Meute sein und seltsamste Kreaturen, die noch kein Mensch bisher gesehen hatte. Der Bevölkerung von Morlyn ist klar, dass sie dieser ungezügelten Kraft nichts entgegen stellen können und so versammeln sie sich in großen Hallen um sich gegenseitig Trost zu spenden und dafür zu beten, dass ihr Heim verschont bleibt. Ab und an gibt es jedoch wagemutige Recken oder Magi, die der Auffassung sind, sie können dem Unwesen Einhalt gebieten, jedoch sah man diese übermütigen Jünglinge nie wieder…
 
 
 
 Der verborgene Hort
 
Jeder in Porzhia weiß, dass Morlyn auf einer uralten Elfenstadt errichtet ist und spätestens wenn man die Stadt betritt und die Bauwerke bewundern kann, wird es einem auch tatsächlich auffallen. Nun gibt es das Gerücht, dass in den alten Katakomben der Stadt ein verborgener Hort sein soll, welcher die wertvollsten Schätze des alten Elfenvolkes versteckt hält. Schon viele Schatzsucher aus Nah und Fern kamen herbei und suchten diesen Hort. In den wenigsten Fällen finden diese Personen überhaupt einen Zugang zu den Gewölben und selbst wenn doch, hat bisher noch keiner den Hort gefunden. Die Elfen selbst schweigen zu diesem Thema und das lässt die eine Hälfte der Menschen vermuten, dass es gar keinen Schatz gibt und die andere Hälfte sieht genau das als Zeichen dafür, dass nur das Wertvollste dort verborgen ist. Wer weiß, ob der Hort jemals gefunden wird, lauern doch auch geheime Fallen und magische Barrieren unter der Stadt…